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Das "Nasse Dreieck"' in Bergeshövede (Hörstel)

Nasses Dreieck in Hörstel, Quelle: Stadtarchiv HörstelDas „Nasse Dreieck“ entstand 1916 in Bergeshövede mit dem Bau des Mittellandkanals, der hier an den Dortmund-Ems-Kanal anschloss. Der Dortmund-Ems-Kanal wurde von 1892 – 1899 gebaut und von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht. Der Bau des Mittellandkanals wurde 1905 freigegeben. Die Freigabe war von der Bevölkerung mit Spannung verfolgt worden: Endlich stand fest, dass die Kanalverbindung nach Hannover bei Bergeshövede vom Dortmund-Ems-Kanal abzweigen und damit das „Nasse Dreieck“ entstehen sollte. Es ist bis heute ein wichtiger Knotenpunkt in der Binnenschifffahrt.
 
Nach einer Bauzeit von 9 Jahren wurde 1915 die Teilstrecke Bevergern-Minden und ein Jahr später die Strecke Minden-Hannover für den Verkehr freigegeben. Dies war auch gleichzeitig die Geburtsstunde des „Nassen Dreiecks“. Im Laufe der Zeit entstanden rund um das Dreieck verschiedene Bauwerke, beispielsweise die Schleuse Bergeshövede, und einige Brücken. Nach und nach erlebte das „Nasse Dreieck“ einen wirtschaftlichen Aufschwung mit Gaststätten und Geschäften. Davon zeugen noch heute der Hafen, die Bunkerstationen und die anderen Einrichtungen. Bis in die 60er Jahre gab es hier ein Internat, die Schule für die Kinder der Binnenschiffer. Jedoch gingen die Umsätze mit dem Aufkommen der motorisierten Selbstfahrer und der Auflösung der Schleppschifffahrt zurück.
Heute liegt dieser Punkt in idyllischer Ruhe, es existieren noch zwei Schiffsausrüster und einige Gaststätten. Das „Nasse Dreieck“ ist ein beliebtes Ausflugsziel von Touristen und der einheimischen Bevölkerung. Die Gemeinde hat hier Wanderwege und einen Aussichtspunkt mit Gedenkstein geschaffen.
 

Weitere Informationen

Touristinformation Hörstel
Kalixtusstrasse 6
48477 Hörstel
Tel.: 05454 9111-12
stadt@hoerstel.de
www.hoerstel.de 

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